… welchen Aufwand der pharmazeutische Großhandel bei Abschluss eines Rabattvertrages treiben muss?

Bereits zwei Monate vor Inkrafttreten eines Vertrages zwischen Krankenkasse und Pharmazeutischen Unternehmern wird mit der Ermittlung der benötigten Vorräte, der Bestellung und Einlagerung der neuen Rabattarzneimittel begonnen. Auf die EDV-gesteuerten Prozessschritte kann hier in der Regel nicht zurückgegriffen werden, da die Besonderheiten der Verträge in den vorhandenen Vorjahresdaten nicht abgebildet sind. Gleichzeitig müssen zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit die für diesen Wirkstoff bisher abgegebenen Arzneimittel bis zum Umstellungszeitpunkt in ausreichender Menge vorgehalten werden (doppelte Lagerhaltung). Diese werden ab dem Zeitpunkt der Vertragsumstellung schwer verkäuflich und bedeuten für den vollversorgenden Großhandel ein finanzielles Risiko. Lagerplätze müssen mit hohem Personaleinsatz neu eingerichtet werden.